Checkliste Pakistan

Region: Indischer Subkontinent
Hauptstadt: Islamabad


Aktuell

26.05.2015 - Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber - +

Hinweise

Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz NWFP), insbesondere in das Swat-Tal, sowie in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA), wird gewarnt.

Es wird vor Reisen nach Balutschistan außerhalb von Quetta gewarnt.

Starke Monsunregenfälle haben Anfang August 2010 eine Reihe sintflutartiger Überschwemmungen in verschiedenen Teilen Pakistans ausgelöst. Es wird von Reisen in die betroffenen Regionen, insbesondere in die Bezirke Nowshera, Charsadda, Shangla, Swat, Upper Dir, Kohat (alle Provinz Khyber-Pakhtunkhwa), Sibi, Kohlu Barkhan (Belutschistan) sowie den Bezirk Rajanpur (Punjab) abgeraten, solange die Wiederaufbauarbeiten anhalten. Während des Monsuns muss mit einer Verschlechterung der Lage auch in den anderen Landesteilen gerechnet werden. Es empfiehlt sich bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachzufragen, welche Gegenden zu meiden sind.


Durch einen Erdrutsch wurde der Hunza-Fluss bei Attaabad (Gilgit-Baltistan, ehemals „Northern Areas“) aufgestaut und es entstand ein ständig wachsender See. Es besteht die akute Gefahr eines unkontrollierten Abflusses, wobei eine mächtige Flutwelle in Richtung Gilgit und wahrscheinlich weiter bis in das Tal des Indus fließen würde. Durch den entstandenen Stausee sind die Straßenverbindungen in der Region überschwemmt worden, der Gojal-Distrikt kann derzeit nur mit Hubschraubern oder Booten erreicht werden. Es wird von Reisen in diesen Teil Gilgit-Baltistans (Hunza-Tal, insbesondere Karimabad und Gilgit entlang des Hunza-Flusses, bis zu dessen Einmündung in den Indus; Indus-Tal von der Einmündung des Hunza abwärts) abgeraten, bis ein kontrollierter Abfluss des aufgestauten Sees erfolgt.

Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Grundsätzlich sollten Reisende sich von größeren Menschenansammlungen und religiösen Stätten am Freitag fernhalten. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiöse Gewalttaten.

In der Nordwestgrenzprovinz, insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ferner ein erhöhtes Entführungsrisiko.

In Pakistan besteht ein deutlich erhöhtes Risiko von (Selbstmord-) Anschlägen. Der regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge hat sich in den letzten Monaten in die Nordwestgrenzprovinz verlagert. Zudem ist im südlichen Punjab eine Zunahme von Anschlägen zu beobachten. In Balutschistan kommt es auch in kleineren Orten zu Bombenanschlägen unterschiedlicher Dimension.

Bekannte Treffpunkte westlicher Ausländer in den großen Städten Pakistans sollten daher bis auf weiteres gemieden werden, sofern sie nicht besonders gesichert sind. Beim Besuch von Märkten, wichtigen Amts- und Regierungsgebäuden, Einrichtungen der pakistanischen Streit- bzw. Sicherheitskräfte und Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird deshalb zu besonderer Vorsicht geraten.

In den Northern Areas führen latente Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere an schiitischen religiösen Feiertagen. Westliche Ausländer sind nicht Ziel der streitenden Gruppen, sie können aber bei Ausschreitungen gefährdet werden. Hunza, Baltistan (Skardu) und das Nanga Parbat-Gebiet sind ruhig. Reisen dorthin sollten aber auf dem Luftweg (Flughäfen Gilgit und Skardu) durchgeführt werden, um Fahrten durch die Nordwestgrenzprovinz zu vermeiden.

Von Reisen nach Baluchistan außerhalb von Quetta wird abgeraten. In Baluchistan hat sich die Sicherheitslage kritisch zugespitzt. Unzufriedene Stammesgruppen und separatistische Kräfte greifen regelmäßig Infrastruktureinrichtungen und Armeekräfte mit Granatwerfern, schultergestützten Raketen, Landminen an und verüben Sprengstoffanschläge. Armee und Luftwaffe gehen gegen die Aufständischen vor. Nach Bombenattentaten auf Reisebusse zum Punjab und wegen der Minengefahr sollte Quetta nur noch auf dem Luftweg besucht werden.

In Karachi kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Ausschreitungen und Straßenschlachten. Die Stadtviertel, in denen Ausländer überwiegend arbeiten und wohnen, waren von den Gewaltausbrüchen nicht betroffen. Für Besucher empfiehlt sich dennoch, vorherige enge Abstimmung der Reisepläne mit den Partnern bzw. dem deutschen Generalkonsulat vor Ort zu suchen.

Die Grenzgebiete zu Afghanistan, Iran und Indien sind nicht bzw. nur mit offizieller Genehmigung zugänglich. Dies gilt auch für den von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs ("Azad Jammu and Kashmir") entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LoC). Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung.

Der Grenzübergang nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar) ist offen, ebenso wie die direkte Transitstrecke dorthin. Die Mitnahme eines Kfz bei der Grenzüberquerung erfordert meist eine gesonderte Genehmigung.

Wegen der Entführungsgefahr im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet werden von der Botschaft Islamabad keine Empfehlungsschreiben mehr zur Erlangung eines iranischen Visums erteilt.

In Karachi sollte wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage und der hohen Kriminalitätsrate vom Besuch abgelegener Stadtbezirke abgesehen werden. Vor Stadterkundungen sollte ortskundiger Rat eingeholt werden. Auch das innere Sindh ist durch hohe Kriminalität gefährdet.

Pakistan ist ein islamisches Land. Es gilt daher im Strafrecht zum Teil auch die Scharia. Auf Straftaten wie Blasphemie, Ehebruch und Drogendelikte steht als Höchststrafe die Todesstrafe. Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist verboten. Hinsichtlich der Kleidung (z.B. keine Shorts und schulterfreie Kleidung) und des allgemeinen Verhaltens sollte auf örtliche Sitten und Gebräuche geachtet werden.

Die allgemeine medizinische Versorgung im Land ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist technisch und hygienisch in hohem Maße mangelhaft. Eine Auslandskrankenversicherung und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Deutsche Botschaft

Telefon: (0092 51) 227 94 30 bis 35
Fax: (0092 51) 227 94 36
E-Mail: info@isla.diplo.de
Adresse: Ramna 5, Diplomatic Enclave, Islamabad
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 1027, Islamabad
Website: www.islamabad.diplo.de

Botschaft der Islamischen Republik Pakistan

Telefon: 030-21 24 40
Fax: 030-21 24 42 10
E-Mail: mail@pakemb.de
Postadresse: Schaperstraße 29, 10719 Berlin
Webseite: www.pakemb.de

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
Poliomyelitis  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Cholera  
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Japanische Enzephalitis  
Masern  
Tollwut  
Typhus  
Pflichtimpfungen nur bei Einreise aus Endemiegebiet
Gelbfieber   Kinder unter 6 Monate sind davon ausgeschlossen, wenn die Mutter eine Impfung vor der Geburt des Kindes nachweisen kann.

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Cholera, Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, Dengue-Fieber, Fleckfieber, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis E, HIV/AIDS, Japanische Enzephalitis, Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber, Kyasanur-Wald-Fieber, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Leishmaniose, viszerale (Kala Azar), Phlebotomusfieber, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Tollwut, Typhus,

Malaria

Das Malaria-Risiko ist ganzjährig in allen Regionen unterhalb von 2000 m Höhe gegeben. Malaria tertiana kommt etwas häufiger vor als die lebensgefährliche Malaria tropica.
Medikamente
Mückenschutz

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht Visumpflicht.
Deutsche Reisende benötigen grundsätzlich ein pakistanisches Einreisevisum. Reisende, die kein Visum haben, werden an den Flughäfen und Grenzen zurückgewiesen. Ausnahmen bestehen allerdings für Geschäftsleute mit Empfehlungsschreiben und Touristen, die ihre Reise bei bestimmten pakistanischen Reiseveranstaltern gebucht haben. Die genauen Voraussetzungen für beide Ausnahmefälle sind auf der Homepage des pakistanischen Innenministeriums erläutert www.pakistan.gov.pk/ministries/index.jsp?MinID=208&Path=218. Für die Visaerteilung zuständig ist die Botschaft der Islamischen Republik Pakistan in Berlin. Kinderausweise sollten unabhängig vom Alter des Kindes ein Lichtbild enthalten. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist zur Einreise ausreichend, es ist aber darauf zu achten, dass sich das erteilte Visum auch auf das Kind erstreckt. Kinder, die das schulpflichtige Alter erreicht haben, sollten nach Möglichkeit mit einem eigenen Reisepass reisen. Schwierigkeiten wegen israelischer Einreisestempel im Reisepass sind in letzter Zeit nicht mehr gemeldet worden.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:42:00 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM