Checkliste Panama

Region: Zentralamerika
Hauptstadt: Panamá


Aktuell

06.07.2015 - Hanta-Virus - +

Hinweise

In Panama-Stadt muss in einigen Stadtteilen mit (bewaffneter) Gewaltkriminalität gerechnet werden. Geldinstitute und die meisten öffentlichen Gebäude, Restaurants, Hotels sowie viele Wohnhäuser werden daher rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsdiensten bewacht. Reisende sollten auf offener Straße keinen Schmuck tragen, wenig Bargeld und nur Kopien der Reisepässe mit sich führen und insbesondere nachts folgende Gebiete mit großem Risiko von Raubüberfällen meiden:

in Panama-Stadt: El Chorrillo, Curundú, Río Abajo, San Miguelito, Santa Ana, Calidonia, San Felipe (= Casco Viejo).
Außerhalb von Panama-Stadt: Colón (auch tagsüber).

Bei nächtlicher Ankunft am Internationalen Flughafen Tocumen ist bei der Auswahl eines Taxis besondere Vorsicht geboten, da mehrfach Überfälle auf Taxis zu verzeichnen waren. Auch in anderen, eigentlich als sicher geltenden Stadtteilen, wie etwa Bella Vista, ist Vorsicht angezeigt, da es zu vereinzelten Überfällen kam. Gewarnt wird vor harmlos erscheinenden Kontaktaufnahmen, die sich als Ablenkungsmanöver entpuppen können. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu bewaffneten Übergriffen auf Touristen in den Nationalparks. Am Rio Chagres und in der Ruinenstadt Panama Vieja ist es zu bewaffneten Raubüberfällen auch auf deutsche Touristen gekommen.

Im Osten und Süden der Urwaldprovinz Darién, insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien, bestehen hohe Sicherheitsrisiken. Es wird dringend davon abgeraten, sich dort aufzuhalten. Abgesehen von der prekären Gesundheitslage (u.a. Cholera, Malaria), operieren in Darién illegale bewaffnete Gruppen aus Kolumbien. In jüngerer Zeit ist es zu Entführungen auch von Europäern gekommen.

Eine Reise von Panama nach Kolumbien auf dem Landweg ist nicht möglich, es gibt keinen Grenzübergang, über den die Ausreise aus Panama gestattet wäre. Entgegen den Angaben auf verschiedenen Landkarten gibt es auch keine Straßenverbindung nach Kolumbien, die Reise auf der Panamericana von Alaska nach Feuerland muss in Panama unterbrochen, das Fahrzeug von hier aus nach Cartagena (Kolumbien) verschifft werden. Die in vielen Reiseführern erwähnte Fährverbindung („Crucero Express„) zwischen Colón (Panama) und Cartagena (Kolumbien) wurde ersatzlos eingestellt. Einzige Möglichkeit, ein KFZ weiter zu transportieren, ist die aufwendige (und kostspielige) Verschiffung bzw. Luftverfrachtung, wozu in jedem Falle eine Spedition eingeschaltet werden muss.

Panama kann in der Hurrikan-Saison (Juni bis November) von Hurrikans mitbetroffen sein.

Öffentliches Zahlungsmittel in Panama ist der Balboa, der im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt ist. Der Balboa existiert nur in Form von Münzen; ansonsten wird mit Dollar-Noten gezahlt. In Hotels und Geschäften von Panama-Stadt und den größeren Städten im Landesinnern kann meist mit internationalen Kreditkarten, darunter auch Eurocard oder Mastercard und vor allem VISA, bezahlt werden. Bare Euro können kaum getauscht werden. Es empfiehlt sich, US-Dollar in Bargeld mit sich zu führen. Reise- und Travellerschecks werden nur vereinzelt akzeptiert. Geldüberweisungen können innerhalb kurzer Zeit über "Western Union" veranlasst werden; es gibt Zweigstellen im ganzen Land.

Drogenbesitz und -handel sind auch in Panama strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden verfolgt. Bei Festnahme ist mit drastischen Haftstrafen im Land zu rechnen. Selbst bei bloßem Verdacht auf Mitführung illegaler Substanzen ist mit einer Verhaftung durch die Polizeibehörden zu rechnen. Die darauffolgende Überprüfung kann unter Umständen mehrere Tage in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist eine Inhaftierung die Regel.

Deutsche Botschaft

Telefon: (00507) 263 77 33, 263 79 91, 264 11 47, 263 46 77
Fax: (00507) 223 66 64
E-Mail: germpanama@cwp.net.pa
Adresse: Calle 53 E, Urbanizacion Marbella, Edificio World Trade Center No. 20, Panamá
Postadresse: Embajada de la República Federal de Alemania, Apdo: 0832-0536 World Trade Center, Panamá, Panama
Website: www.panama.diplo.de

Botschaft der Republik Panama

Telefon: 030-226 05 811
Fax: 030-226 05 812
Postadresse: Joachim-Karnatz-Allee 45, 3. OG., 10557 Berlin

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Cholera   Impfnachweis kann abweichend von offiziellen Bestimmungen verlangt werden, insbesondere wenn die Einreise aus einem Land, in dem Cholera vorkommt, erfolgt bzw. außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt eingereist wird.
Gelbfieber   Empfohlen für alle Reisenden, die älter als 9 Monate sind und die Provinzen Panama (außer Panama-Stadt und die Kanalzone), Darien oder Kuna Yala (ohne die San Blas Islands) besuchen.
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Tollwut  
Typhus  
Pflichtimpfungen nur bei Einreise aus Endemiegebiet
Gelbfieber   Empfohlen für alle Reisenden ab einem Alter von 9 Monaten, die sich auf dem Festland östlich der Kanalzone aufhalten wollen.

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Chagas-Krankheit, Chikungunya-Fieber, Cholera, Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, Dengue-Fieber, Gelbfieber, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis E, HIV/AIDS, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Leptospirose, Tollwut, Typhus,

Malaria

Das Risiko ist ganzjährig fast landesweit gegeben. Ungefähr 90% der Fälle betreffen die Malaria tertiana, etwa 10% die Malaria tropica.
Medikamente
Mückenschutz

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht keine Visumpflicht. Bitte Rückversicherung über die jeweilige Botschaft oder beim Auswärtigen Amt.
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise mit Reisepass für einen Aufenthalt unter drei Monaten kein Visum. Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein. Bei Reisen über USA gelten gesonderte Einreisebestimmungen.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:42:01 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM