Checkliste Bolivien

Region: Südamerika, tropische Zone
Hauptstadt: La Paz


Aktuell

25.06.2015 - Hanta-Virus - +

Hinweise

Reisenden wird dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land unbedingt zu meiden.

Die Sicherheitslage im Departamento Pando im Norden des Landes ist unübersichtlich und angespannt und durch eine starke Präsenz von Sicherheitskräften gekennzeichnet.

Aufgrund von heftigen Regenfällen kommt es im gesamten Land regelmäßig zu Überschwemmungen, Erdrutschen etc. Straßen werden unpassierbar und es kommt zu erheblichen Verspätungen im Flug- und Busverkehr.

Die Kriminalität in Bolivien hat in letzter Zeit zugenommen. Es hat vermehrt Vorfälle gegeben, bei denen ausländische Touristen, die allein reisen und entweder am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto ankommen von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden und dort, unter Mithilfe von falschen Polizisten in Uniform, die vorgaben eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen worden sind. Ähnliche Fälle sind auch aus anderen bolivianischen Großstädten bekannt geworden.

Man sollte nur auf bekannte Funktaxi- und Busunternehmen zurückgreifen und keine Kollektivtaxis und Mini-Busse benutzen. Außerdem sollte man in der Öffentlichkeit keine großen Bargeldsummen bei sich führen, noch Ausweispapiere und Geld offen in der Hosentasche tragen.

Aus gegebenem Anlass wird empfohlen, von La Paz aus zum Titikakasee nur in Gruppen und nur mit bekannten Busunternehmen zu reisen.

Es wird auch immer wieder davon berichtet, dass Besucher von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen (einheimisch: Burundanga) verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen. Diese Zeit wird genutzt, um die betreffende Person auszurauben.

Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Es gibt nur etwa 3.000 km asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege; wenige Brücken) sind während der Regenzeit oft tagelang nicht passierbar. Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation rät die Botschaft dringend von Überlandfahrten mit Pkw oder Bus bei Dunkelheit ab. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet. Gleiches gilt oft für andere Verkehrsteilnehmer, die sich nicht immer an die geltenden Vorfahrtsregelungen halten.

Neben der bolivianischen Währung Boliviano wird auch der USD in weitem Umfang akzeptiert. Mit einer deutschen EC-Karte kann man bei vielen Bankautomaten Bargeld abheben, sofern die EC-Karte das "Maestro“-Symbol trägt. Daneben werden in den größeren Städten auch die allgemein üblichen Kreditkarten akzeptiert. Da der Wechselkurs für den Euro wesentlich ungünstiger ist als der des Dollars, empfiehlt es sich, Bargeld in Dollar mitzunehmen.

Es wird davon abgeraten, Mate de Coca (Coca-Tee) mit nach Deutschland zu nehmen. Obwohl Erwerb, Besitz, Konsum und Ausfuhr nach bolivianischen Bestimmungen legal sind, sieht der deutsche Zoll bei der versuchten Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz.

Die medizinische Versorgung im Lande ist auf dem Land vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind z.T. erheblich höher als in Deutschland. Sie werden von deutsche Krankenversicherungen oft nicht oder nur teilweise abgedeckt. Rücksprache mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger vor Reisebeginn bzw. Abschluss einer Reisekrankenversicherung sind deshalb dringend zu empfehlen. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.

Deutsche Botschaft in Bolivien

Telefon: (00591 2)244 00 66, 244 11 66, 244 06 06, 244 11 33, 244 00 88;
Fax: (00591 2) 244 14 41;
E-Mail: info@la-paz.diplo.de;
Adresse: Avenida Arce 2395, La Paz;
Postadresse: Embajada de la República Federal de Alemania, Casilla 5265, La Paz, Bolivien;
Internet: http://www.la-paz.diplo.de.

Bolivianische Botschaft in Deutschland

Telefon: 030-26 39 15-0;
Fax: 030-26 39 15-15;
E-Mail: embajada.bolivia@berlin.de;
Postadresse: Wichmannstraße 6, 10787 Berlin;
Internet: www.bolivia.de.

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Cholera   Impfnachweis kann abweichend von offiziellen Bestimmungen verlangt werden, insbesondere bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt.
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Masern  
Tollwut  
Typhus  
Pflichtimpfungen nur bei Einreise aus Endemiegebiet
Gelbfieber   Für alle Personen ab einem Alter von 9 Monaten, die aus Gelgfieberendemiegebieten einreisen, vorgeschrieben. Darüber hinaus empfohlen für alle Reisen in Gebiete östlich der Anden unter 2 300 m (dies beinhaltet die Departments Beni, Pando und Santa Cruz sowie Teile von Chuquisaca, Cochabamba, La Paz und Tarija). Für Reisende, die sich ausschließlich in höher gelegenen Regionen oder hier nicht genannten Gebieten aufhalten (inklusive den Städten La paz und Sucre) wird eine Impfung nicht empfohlen.

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Chagas-Krankheit, Cholera, Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, Dengue-Fieber, Gelbfieber, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis B, HIV/AIDS, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Leishmaniose, viszerale (Kala Azar), Pest, Tollwut, Typhus,

Malaria

Malaria-Risiko im ganzen Land unterhalb von 2500 m Höhe. Malaria-frei sind die Städte und die Provinzen Oruro und Potosi im Südwesten. Landesweit dominiert Malaria tertiana, nur in den nördlichen Provinzen Pando und Beni, speziell in Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico, kommt auch die lebensgefährliche Malaria tropica vor (hier mit einem Anteil von 20 %).
Medikamente
Mückenschutz

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht keine Visumpflicht. Bitte Rückversicherung über die jeweilige Botschaft oder beim Auswärtigen Amt.
Zur Einreise als Tourist nach Bolivien ist ein gültiger Reisepass notwendig. Bei Einreise mit einem vorläufigen Reisepass muss dieser noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass bzw. Kinderreisepass von ebenfalls noch mindestens sechsmonatiger Gültigkeit. Um Probleme bei der Wiederausreise zu vermeiden, sollten alleinreisende Minderjährige oder bei der Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil Vollmachten der gesetzlichen Vertreter bei sich tragen. Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige: Bei Abflug von bolivianischen Flughäfen werden für Inlandsflüge eine Flughafengebühr von z.Zt. 15 Bolivianos, für Auslandsflüge in Höhe von 25 US-Dollar erhoben. Von dieser Gebühr befreit sind Transitreisende, die sich nicht länger als 12 Stunden in Bolivien aufhalten, sowie grundsätzlich Kinder unter zwei Jahren. Touristen, die sich nur für die Dauer von bis zu 90 Tagen in Bolivien aufgehalten haben, sind von der Zahlung einer so genannten Ausreisesteuer in Höhe von z.Zt. 169 Bs befreit. Für die Ausreise aus Bolivien über Drittstaaten (z.B. Brasilien, Argentinien) kann die Vorlage eines gültigen internationalen Gelbfieberimpfpasses erforderlich sein. Der Impfpass sollte daher stets greifbar im Handgepäck mitgeführt werden.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:41:51 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM