Strongyloidiasis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Strongyloides stercoralis.

Verbreitung

Weltweit in den Tropen und Subtropen.

Übertragung

Perkutan über intakte Haut beim Barfußlaufen in mit Fäkalien kontaminierten feuchtwarmen Böden. Nach Erstinfektion kontinuierliche asymptomatische Autoinfektion. Bergleute. Laborinfektionen.

Inkubationszeit

1 Tag (Haut), 1 Woche (Lunge), 2 Wochen (Darm).

Präpatenz

2 - 3 Wochen.

Patenz

Jahre - mehrere Jahrzehnte.

Symptomatik

Symptomloser Verlauf mit Eosinophilie möglich.
Kutane Symptome nach perkutaner Infektion: Geringfügige lokale Hautreaktionen, Pruritus, Urtikaria und Erythem, streifenförmige Schwellungen für 1 - 2 Tage. Bei Reinfektion zunehmend allergische Symptome.
Pulmonale Symptome bei Lungenpassage: Husten, Atemnot, Fieber.
Intestinal: Hämorrhagische Enteritis mit Oberbauchschmerzen und Diarrhoe.
Hyperinfektionssyndrom: Profuse wässrige Diarrhoe , Malabsorption, enteralen Eiweißverlust und ödeme. Bei Generalisierung: Hämorrhagische Panenteritis, Peritonitis, Pneumonie, Encephalomeningitis und Sepsis mit letalem Verlauf.

Diagnostik

Nachweis von Larven im Stuhl (Konzentrationsverfahren). Mehrfache Untersuchungen. Eier und adulte Würmer nur bei schweren Infektionen im Stuhl nachweisbar. Selten Larvennachweis in Sputum, Peritonealflüssigkeit, Urin, Liquor, Pleuraflüssigkeit oder anderen Körperflüssigkeiten oder Organen. Eosinophilie und Leukozytose. Serologischer Nachweis möglich (Kreuzreaktionen).

Therapie

Thiabendazol, Albendazol, Mebendazol, Ivermectin. Therapiekontrollen. Ggf. Wiederholungen.

Achtung

Vor immunsuppressiver Therapie Strongyloidiasis ausschließen (nach Aufenthalt in Endemiegebieten, bei bestehender Eosinophilie).


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS