Whitewater Arroyo Virus

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Erreger

Drei Todesfälle durch ein beim Menschen entdecktes Arenavirus in der Zeit von 14 Monaten seit Juni 1999 werden von Spezialisten in den USA mit diesem seltenen, bis dahin in Nordamerika nicht von Menschen erworbenen Erreger in Zusammenhang gebracht. Bisher war diese Infektion nur bei Ratten, Laborpersonal und Touristen nach ihrer Rückkehr aufgetaucht, also eher ungewöhnlich bzw. selten. Dieses Arena-Virus erscheint in verschiedenen Variationen auch in Südamerika (Argentinisches Hämorrhagisches Fieber, Bolivianisches Hämorrhagisches Fieber, Venezolanisches Hämorrhagisches Fieber, Sabia Hämorrhagisches Fieber) und Afrika (Lassa-Fieber), wurde aber in den letzten Jahren auch im Süden Kaliforniens nachgewiesen.

Verbreitung

Übertragung

ähnlich wie bei Hantaviren nimmt man an, daß Arenaviren durch Erreger enthaltenden Staub aus dem Urin, den Faeces oder dem Speichel von infizierten Nagetieren übertragen werden.

Symptomatik

Es treten hohes Fieber, Atemnot und ein Lungenoedem, eine Leberentzündung sowie Blutungen, wie sie für virale hämorrhagische Fieber üblich sind, auf.

Therapie

Medikamente mit dem Grundstoff Ribavirin wurden erfolgreich zur Behandlung bei Arena-Virus-Infektionen eingesetzt.

Prophylaxe

Die Vorbeugung gegen Infektionen dieser Art im Hause oder im Freien ist vergleichsweise einfach durchzuführen. Das Berühren oder Füttern von wilden Nagetieren muß unterbleiben. Gerümpel soll sicher separiert, jedwede Unordnung beseitigt und Holzstöße abseits von Wohngebäuden aufgestellt werden. Alle möglichen Schlupflöcher für Nagetiere müssen abgedichtet sein. Aufbewahren von Nahrungsmitteln und Abfall in vor Nagetieren sicheren Behältern; Haustiernahrung nicht im Freien aufstellen. Das Aufwirbelung von Staub bei dem Säubern von Gebäuden mit den Zeichen eine Besiedelung durch Nagetiere ist zu vermeiden. Der Fußboden soll gründlich mit Bleiche desinfiziert und zum Reinigen Handschuhe verwendet werden. Über längere Zeit nicht bewohnte Hütten oder Gebäude sollen man gründlich durchlüften. Bestehen Zeichen einer Besiedelung durch Nagetiere, sollen diese Unterkünfte vor der Durchführung einer entsprechenden Säuberung nicht genutzt werden. Beim Schlafen im Freien sind Plätze in der Nähe der Ausscheidungen von Nagetieren, von Höhlen oder Nestern zu meiden.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS