Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Synonym(a)

Verotoxinbildende E. coli (VTEC), shiga-like-toxin-bildende E. coli (SLTEC), Enterohämorrhagische Escherichia coli-Infektion, EHEC-Infektion

Englischer Begriff: Enterohemorrhagic E. coli, EHEC

Erreger

E. coli gehören zur physiologischen Darmflora. EHEC sind durch Gen-Austausch veränderte und virulent gewordene E. coli.

Verbreitung

Weltweit

Übertragung

Sie erfolgt von infizierten Rindern, Schafen und Ziegen durch verunreinigte Nahrungsmittel sowie fäkal-oral auf den Menschen.

Inkubationszeit

1-8 Tage

Symptomatik

20% der Betroffenen leiden an haemorrhagischer Colitis, Erbrechen und Fieber. Vor allem Kinder und alte Menschen sind von schweren Verläufen betroffen. In 30% der Fälle tritt lediglich eine milde Form der Diarrhoe auf.

Komplikationen

Hämolytisch-urämisches Syndrom (10% der Infizierten), akutes Nierenversagen, thrombozytopenische Purpura

Prognose

Abhängig von Elektrolyt- und Volumenverlust sowie vom Beginn der Therapie

Diagnostik

Blut: Blutkultur
Stuhl: Stuhlkultur

Differentialdiagnose

Shigellose, Cholera, Malaria, andere Durchfallerkrankungen

Therapie

Rehydratation und Elektrolytsubstitution, bei kompliziertem Verlauf Gabe von Ciprofloxacin.

CAVE: Die Kombination Trimethoprim und Sulfamethoxazol erhöht die Gefahr eines hämolytisch-urämischen Syndroms.

Prophylaxe

Nahrungsmittel sollen gekocht oder gegrillt werden. Getränke sollen entweder gekocht oder nur aus original verschlossenen Flaschen verwendet werden. Vor dem Essen gründliches Händewaschen mit Seife.

Meldepflicht

Erkrankung, Ausscheider und Tod


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS