östliche Pferdeenzephalomyelitis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

Eastern Equine Encephalitis (EEE)

Erreger

Das EEE-Virus ist RNS-haltig und gehört zu Familie der Alphaviridae.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet verläuft entlang der Ost- und Golfküste der USA bis in das nördliche Südamerika (Brasilien) und den karibischen Raum. Fälle aus Thailand und von den Philippinen wurden berichtet.

Übertragung

Der Erreger wird durch Mücken (Culiseta melanura, Aedesspezies, Conquillettidea, Culexspezies) übertragen. Das Virusreservoir stellen Vögel dar, die in unterschiedlichem Maße empfänglich sind; das Virus kreist also zwischen Vögeln und Mücken. Mensch und Pferd sind Zufallswirte. Risikofaktoren: Regenfall und Temperaturen begünstigen große Mückenpopulationen, so daß das Risiko mit entsprechendem Klima wächst. Ebenso risikoreich ist es, wenn zahlreiche Reservoirvögel vorhanden sind und eine enge Nachbarschaft zwischen Menschen Pferden besteht.

Symptomatik

Kennzeichnend ist der plötzliche Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit. Nach 24-36 Stunden tritt kurze Besserung ein, der dann jedoch erneut schwere Symptome wie Nackensteifigkeit, Opisthotonus, Erbrechen, Paresen, Krämpfe, Zyanose und Bewußtlosigkeit folgen.
Die Letalität liegt bei 50-75% hospitalisierter Patienten. Bei Kindern unter 10 Jahren liegt die Letalität dagegen lediglich bei etwa 10 %, schwere Defektheilungen kommen aber in diesem Alter sehr häufig vor.

Diagnose

Die Labordiagnostik erfolgt nach den allgemeinen virologischen Grundsätzen. Bei Epidemien kann eine klinische Verdachtsdiagnose getroffen werden, die durch Antikörpernachweis (IgM-ELISA) bestätigt werden sollte.

Therapie

Die Therapie erfolgt symptomatisch.

Prophylaxe

Sowohl für Huftiere als auch für den Menschen stehen formalininaktivierte Impfstoffe zur Verfügung (teilweise in Kombination mit WEE- und VEE-Totantigen).


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS