Angiostrongylus cantonensis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


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- 20.04.2015 - Hawaii (USA) -


Erreger

Angiostrongylus cantonensis.

Verbreitung

Bevorzugt Süd- und Südostasien, pazifischer Raum, Australien, Zentralamerika und vereinzelt Afrika.

Übertragung

Aufnahme infektiöser Larven (Wasser, Salate, Gemüse, Obst, Schnecken).

Inkubationszeit

2 - 3 Wochen.

Präpatenz

Keine Eiausscheidung. Larven nach Tagen post infectionem im Gehirn nachweisbar.
Latenz: Monate bis zum Absterben wandernder Larven.

Symptomatik

Bedingt durch Larvenwanderung ins Gehirn, seltener Auge. Eosinophile Meningitis / - Encephalitis / - Meningoencephalitis. Meist Kopfschmerzen, Meningismus, Fieber, Parästhesien und Paresen, Nausea, Erbrechen, bei Kindern gehäuft Krämpfe und Bewußtseinsstörungen. Augenbeteiligung mit Verlust des Sehvermögens. Verlauf über Tage bis Monate, meist blande, selten letal.

Diagnostik

Typische Symptomatik (Kopfschmerz, Meningitis, Meningoencephalitis, Fieber, Augenbeteiligung) in Endemiegebiet. Im peripheren Blutbild evtl. Eosinophilie und Leukozytose. Im Liquor eosinophile Pleocytose, leichte Eiweißerhöhung und normale Glukose, selten Larvenstadien. Serologie im Serum und Liquor mittels ELISA. Im cranialen CT Hirnläsionen durch Larven. Im Stuhl und Sputum kein Nachweis von Eiern oder Larven.

Therapie

Bei unkompliziertem Verlauf Abwarten mit Absterbenlassen der Larven ohne medikamentöse Therapie. Medikamentöse Therapie mit Albendazol, Mebendazol, Tiabendazol oder Levamisol kann schwere allergische Reaktionen auf die absterbenden Larven hervorrufen. Deswegen Antihistaminika , ggf. Corticosteroide. Bei Augenbefall chirurgische Entfernung der Larve.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS