Kokzidioidomykose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Coccidioides immitis.

Verbreitung

Nord-, Mittel- und Südamerika (heiße, salzhaltige Wüstenböden).

Übertragung

Inhalation von Arthrosporen, höchst infektiös. Selten kutane Infektion durch Inokulation.

Inkubationszeit

(2 -) 7 - 21 (- 28) Tage.

Symptomatik

Meist asymptomatisch.
Pulmonale Form: Grippeähnlich mit Mattigkeit, Myalgie, Husten, pleuritischen Schmerzen, Fieber und Nachtschweiß. Zum Teil Erythema nodosum oder Erythema multiforme auf. Meist Spontanheilung. Sonst Disseminierung mit Befall von Haut, Subcutis, Knochenmark, Meningen und anderen Organen mit möglichem letalen Verlauf. Meningitis hat schlechte Prognose.
Kutane Form: Durch Inokulation, neigt zur Spontanheilung.
Schwerere Verlaufsformen bei Philippinos, Afroamerikaner, aber auch Immunsupprimierten und Schwangeren.

Diagnostik

Direkter Erregernachweis über Mikroskopie und Kultur aus Sputum, Pleuraflüssigkeit, Magenspülwasser, Eiter, Liquor, Punktat und Biopsiematerial. Intracutantest (Sphärulin, Coccidioidin) spezifisch. Antikörperbildung (KBR, Immundiffusion). Diagnostischer Tierversuch.

Achtung

Bei Verdacht auf Coccidioidomykose Deklarationspflicht gegenüber Labor (hochinfektiös in der Mycelphase).

Therapie

Amphotericin B, Ketokonazol, Itraconazol, Fluconazol. Ggf. chirurgische Resektion.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS