Ankylostomiasis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht




Synonym(a)

Hakenwurminfektion, Nekatoriasis, Uncinariasis

Englischer Begriff: Ancylostomiasis

Erreger

Ancylostoma duodenale, Necator americanus. Bei chronischem intestinalen Verlauf siedeln sich die adulten Würmer im Dünndarm ab. Dort verursachen sie Blut- und Eiweißverlust. Es kommt zur Eisenmangelanaemie, allgemeiner Schwäche und ödemen. Bei Kindern treten infolge Malnutrition Entwicklungsstörungen auf.

Verbreitung

Feuchtwarme Gebiete der Tropen und Subtropen

Übertragung

Erfolgt meist durch aktives percutanes Eindringen der infektiösen Larven, seltener durch orale Aufnahme von larvenverunreinigten Nahrungsmitteln oder von Trinkwasser. Laborinfektionen kommen vor.

Inkubationszeit

Bei Eindringen durch die Haut mehrere Stunden, bei durch den Darm 14 - 21 Tage

Präpatenz

40-60 Tage

Patenz

Ancylostoma duodenale: Etwa 1 Jahr, es sind aber Fälle von bis zu 7 Jahren beschrieben
Necator americanus: 2 - 6 Jahre, aber auch bis zu 20 Jahre

Symptomatik

Juckreiz der Haut, Dermatitis, Erytheme und ödeme. Die Lungenpassage geht oft mit Husten, Fieber und Lungeninfiltration (evtl. ARDS) einher.
Gastrointestinaltrakt: Die Symptomatik ist abhängig von der Befallsstärke. Zunehmender Blut- und Eiweißverlust führt zu Schwäche, Schwindel, Eisenmangel, hypochrome mikrozytäre Anämie, Verdauungsstörungen und Diarrhoe.

Komplikationen

Kinder mit schweren und langdauernden Infektionen haben häufig Wachstums- und Entwicklungsstörungen.

Prognose

Bei adäquater Therapie restitutio ad integrum

Diagnostik

Blut: Eosinophilie, Anämie
Stuhl: Mikroskopischer Nachweis der Eier, okkultes Blut
Sputum: Während der Bronchialwanderung sind Larven sichtbar

Differentialdiagnose

Bilharziose, Leberegel, andere intestinale Nematoden (evtl. gleichzeitig bestehend), weitere Ursachen der Eisenmangelanämie

Therapie

Mebendazol und Albendazol sind Mittel der Wahl. Levamisol, Pyrantel und Bephenium sind ebenfalls wirksam. Eventuell muß die Therapie nach 6 Wochen wiederholt werden. Eisensubstitution sowie vitamin- und eiweißreiche Kost unterstützen die Genesung.

Prophylaxe

Vermeidung von Barfußlaufen auf potentiell infiziertem Untergrund, kein Genuß von ungekochten Speisen oder potentiell kontaminierten Getränken


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS