Pest

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik bertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Yersinia pestis

Verbreitung

Derzeitige Endemiegebiete sind Hinterindien, Iran, Zentral- und Südafrika, Madagaskar, tropisches Zentral- und Südamerika, Südwesten der USA und Mexiko.

Übertragung

Das natürliche Erregerreservoir bilden Nagetiere. Der sog. Pestfloh Xenopsylla cheopis wird als häufigste Infektionsquelle für den Menschen angesehen. Aerogene Übertragung von Mensch zu Mensch bei Pestpneumonien.

Inkubationszeit

Bubonenpest: 2 - 7 Tage. Lungenpest: wenige Stunden bis zu einem Tag.

Symptomatik

Beginn unter Fieber bis 40C, Schüttelfrost, quälenden Kopf- und Gliederschmerzen. Schmerzen in den Leisten und Achselhöhlen weisen auf sich bildende Pestbeulen (Bubonen) hin. Begleitend Tachykardie, Hepato-Splenomegalie, Haut- und Konjunktivaleinblutungen. Septikämische und pneumonische Verläufe sind möglich. Häufig kommt es zu Bewußtseinstrübung, Delirium und Koma. Bei aerogener Übertragung primäre Lungenpest mit raschem Verlauf und schon zu Beginn ausgeprägter Dyspnoe und Husten mit blutigem Auswurf. Die Letalität der unbehandelten Pest liegt bei mehr als 50 %; wird die Krankheit überstanden, hinterläßt sie eine wahrscheinlich lebenslange Immunität.

Diagnostik

Mikroskopischer Erregernachweis aus Blut, Buboneneiter, Sputum (hochinfektiös), tierischem und menschlichem Sektionsmaterial. Anzüchtung des Erregers. Serologische Diagnostik (Hämagglutinationstest, ELISA).

Therapie

Mittel der Wahl ist Tetracyclin. Wirksamer ist Streptomycin, das aber aufgrund seiner Nebenwirkungen und hohen zu verabreichenden Dosen kritischen Fällen vorbehalten werden sollte. Auch Chloramphenicol oder Sulfonamide.

Prophylaxe

Es steht ein Totimpfstoff zur Verfügung, dessen Wirkung etwa 6 Monate anhält. Zur Chemoprophylaxe bei unerwartet exponierten Personen eignen sich Tetracyclin (15-30mg/kg Kg) oder Sulfonamid (40 mg/kg KG).

Meldepflicht

Tod, Erkrankung, Quarantäne.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS